Bei Google Ads gibt es viele hilfreiche Kennzahlen und Werte, die dabei helfen können, die eigenen Kampagnen zu optimieren. Nachfolgend wollen wir einen Blick auf die Auktionsdaten von Google Ads werfen und darauf eingehen, wie die Auktionsdaten bei der Optimierung von Kampagnen helfen können

Was sind die Auktionsdaten?

Dank der Auktionsdaten kann man die Performance der eigenen Google Ads Kampagnen mit der Leistung anderer Unternehmen vergleichen, die an denselben Auktionen teilnehmen. Auf Basis der Werte kann man dann strategische Entscheidungen zu Geboten und zum Budgets der Kampagnen treffen. Die Auktionsdatenberichte sind für Such- und Shopping-Kampagnen bei Google Ads verfügbar.

Welche Werte liefern uns die Auktionsdaten?

Der Auktionsdatenbericht für Suchkampagnen beinhaltet vier Werte:

  • Anteil an möglichen Impressionen: Die Anzahl von erzielten Impressionen geteilt durch die geschätzte Anzahl der Impressionen, die Sie hätten erzielen können.
  • Überschneidungsrate: Dieser Wert gibt an, wie häufig die Anzeige eines weiteren Auktionsteilnehmers angezeigt wurde, wenn die eigene Anzeige ebenfalls zu sehen war.
  • Rate der Position oberhalb: Mit diesen Werte erkennen Sie, wie oft die Anzeige eines anderen Auktionsteilnehmers an einer höheren Position platziert war, wenn beide Anzeigen gleichzeitig ausgeliefert wurden.
  • Rate für obere Positionen: Dieser Werte gibt an, wie oft Ihre Anzeige ganz oben auf der Seite auf der Top-Platzierung der Anzeigen eingeblendet wurde.

Wie können wir die Auktionsdaten nutzen?

Auf Basis der obigen Werte lassen sich strategische Entscheidungen für jede einzelne Kampagne bei Google Ads definieren. Folgende strategischen Ansätze bieten sich bzgl. einer optimalen Gebotssteuerung eines effizienten Budgeteinsatzes an:

  1. Anteil an möglichen Impressionen erhöhen durch erhöhte Gebote. Wenn Sie mehr Nutzer erreichen wollen, sind die „verlorenen“ Impressionen eine gute Hilfe, um das Potential der Kampagnen zu analysieren. Erhöhe Gebote führen automatisch auch zu einer erhöhten Auslieferung der Anzeigen. Natürlich lohnt sich der Einsatz der erhöhten Gebote nur, wenn die Auktionsdaten für den Wert „Anteil an möglichen Impressionen“ deutlicher unter 100% liegen.
  2. Monitoring von Konkurrenten: Die Überschneidungsrate verdeutlicht uns, welche Konkurrenten bei den eigenen Keywords ebenfalls um die besten Anzeigenplätze buhlen. Wir können die Anzeigen der Konkurrenten dann unter die Lupe nehmen und ggf. unsere eigenen Anzeigen und Anzeigenerweiterungen optimieren. Mit Hilfe von externen Tools kann man ggf. auch herausfinden, welche Keywords Konkurrenten buchen und für welche Suchanfragen sie organisch bei Google ranken.
  3. Optimierung der Gebote: Die beiden Auktionsdaten „Rate der Position oberhalb“ und „Rate für obere Positionen“ liefern uns wichtige Hinweise darüber, wie wir im Vergleich zu Konkurrenten platziert werden. Durch eine Veränderung der eigenen Gebote können wir über einen bestimmten Zeitraum hinweg beobachten, wie sich Platzierungen ggf. verändern. Falls das Ziel ist, die oberste Platzierung in einer höheren Frequenz zu belegen, sollten die Gebote erhöht werden.

Im Rahmen einer optimalen Betreuung eines Google Ads Kontos empfehle ich, die Auktionsdaten der Kampagnen einmal monatlich zu überprüfen und daraus Optimierungsmaßnahmen abzuleiten.