Relaunch SEO Checkliste

Das Internet und die Erwartungen der Nutzer entwickeln sich ständig weiter. Demnach ist es durchaus sinnvoll, die eigene Webseite regelmäßig zu modifizieren oder ggf. vollständig zu erneuern. Im letzten Fall spricht man von einem Website-Relaunch. Bei einem Relaunch wird das Layout der Webseite und ggf. das CMS, das im Hintergrund fungiert, vollständig ersetzt. Aus SEO-Sicht ist ein Relaunch daher ein sehr empfindliches Projekt. Die bestehende Webseitenstruktur, Inhalte oder interne Verlinkungen können sich ändern. Es ist demnach zu erwarten, dass auch Google auf diese Veränderungen reagiert und beim Crawling einzelne Rankings neu bewertet.

Nachfolgend wird darauf eingegangen, welche Apsekte Sie beim Relaunch einer Webseite aus SEO-Sicht berücksichtigen sollten. Das Ziel sollte sein, dass Sie keine Rankings verlieren oder im Ideallfall sogar einige Rankings verbessern können. Oftmals geht der Relaunch einher mit strukturellen Veränderungen an der Webseite, die man bereits frühzeitig aus SEO-Sicht prüfen und bewerten solle. Meine Empfehlung ist, dass Sie bereits beim Relaunch der Webseite einen SEO-Experten ins Boot holen. Dieser kann sich beratend an dem Projekt beteiligen. Auf folgende Aspekte sollten Sie beim Relaunsch Ihrer Webseite achten:

Veränderungen an der URL-Struktur beim Relaunch

Beim Relaunch kann es möglicherweise zu einer Veränderung der URL-Struktur kommen, die bewusst oder unbewusst herbeigeführt wird. Aus SEO-Sicht sollten Sie diese Änderungen auf das Notwendigste beschränken. Beispielweise wenn Sie den Relaunch dazu nutzen wollen, um URLs zu kürzen und sprechende URLs einzuführen, ist dies auch für die Suchmaschinenoptimierung durchaus sinnvoll. Es kann auch sinnvoll sein, neue Verzeichnisse und Rubriken einzuführen, wodurch das Keyword-Targeting verbessert wird. Es ist im Einzelfall zu prüfen, welche Veränderungen an den URLs sinn machen oder ob man weiterhin auf die alte URL-Struktur vertrauen sollte.

Fehlende Weiterleitungen

Falls sich beim Relaunch der Webseite auch URLs ändern, ist es zwingend erforderlich einen 301 Redirect für alle Seiten durchzuführen. Dadurch signalisieren Sie Google, dass sich Ihre URLs dauerhaft geändert haben und die Inhalte nun unter neuen URLs verfügbar sind. Im Idealfall werden Sie dann die Keyword-Rankings behalten. Es kann natürlich sein, dass sich die Inhalte auf den neuen Seiten stark von den ursprünglichen Seiten unterscheiden. In diesem Fall wird es zu einer Neubewertung der URLs und der Rankings kommen.

Einstellungen in der Search Console prüfen

Die Google Search Console ist hilfreich für Webmaster, um Informationen ihrer eigenen Seite bei Google einzureichen. In der Search Console können Sie zum Beispiel definieren, wie mit Parameter-URLs umgegangen wird oder welche Seiten vom Crawling ausgeschlossen werden sollen. Falls sich beim Relauch der Webseite Verzeichnisse ändern oder neue Paramater-URLs entstehen, müssen diese Daten natürlich in der Search Console aktualisiert werden und auf Plausibilität geprüft werden.

HTML-Elemente: Struktur und Aufbau einzelner Seiten

Jede einzelne URL besitzt Elemente, die Google dabei helfen, die Seite zu bewerten und entsprechende Rankings zu vergeben. Bei einem Relaunch kann es vorkommen, das sich einzelne Elemente deutlich verändern oder möglicherweise ganz wegfallen. Zu diesen Elementen gehören zum Beispiel die HTML-Überschriften, alt-tags bei Bilder oder strukturierte Daten nach schema.org. Es ist empfehlenswert die einzelnen URLs und die Struktur von einem SEO prüfen zu lassen. So können frühzeitig SEO-Fehler im Rahmen des neuen Design behoben werden.

Fehlende oder entfernte Inhalte

Ein beliebter Fehler beim Relaunch ist, dass einzelne Inhalte verloren gehen. Oftmals unterschätzt man die Wirkung von Inhalten. Es kann sein, dass Inhalte entfernt werden, weil sie aus Sicht des Nutzers möglicherweise kaum Mehrwert liefern.  „Überflüssige“ Text-Elemente werden dann von Seiten entfernt. Aus Sicht von Google sind Texte jedoch elementar wichtig, um Rankings von Webseiten zu definieren. Gleichzeitig kann es natürlich auch vorkommen, dass nicht nur Inhalte von einzelnen Seiten verschwinden, sondern dass auch Seiten vollständig entfernt werden. In diesem Fall ist ein Redirect der alten URL nötig.

Fehlende Meta-Angaben

Bei fast jedem Relaunch kommt es zu einer Veränderung der Meta-Tags. Gemeint ist hiermit u.a. der Pagetitle, der für Google ein wichtiger Ranking-Faktor ist. Dieser Pagetitle sollte mit den wichtigsten Keywords angereichert werden und den Fokus der jeweiligen URL für Google ersichtlich machen. Desweiteren ist zu beachten, dass auch die Meta-Description wieder korrekt eingesetzt wird. Sie ist kein direktes Ranking-Faktor, ist aber für die Klickrate in den Suchergebnissen sehr wichtig. Darüber hinaus sollten Sie beachten, dass auch canonical-tags oder ggf. alternate-tags weiterhin korrekt implementiert werden.

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