Paginierung und SEO

Eine Paginierung bezeichnet eine fortlaufende Nummerierung bei Webseiten, wobei sich die Inhalte auf unterschiedliche URLs verteilen. Bei großen Shops mit vielen Produkten lassen sich die Produkte nur schwerlich auf einer einzelnen Landing Pages darstellen. Daher werden mehrere Seiten implementiert, die ein Blättern und Navigieren des Nutzers ermöglichen. Aus SEO-Sicht gibt es unterschiedliche Meinungen, wie mit der Paginierung umzugehen ist. Hierbei steht vor allem die Frage im Raum, ob und wie man paginierte Seiten indexieren lassen sollte. Zudem können paginierte Seiten für die interne Verlinkung wichtig sein.

Darstellung von paginierten Seiten

Paginierte Seiten werden meiste durch nummerierte URLs dargstellt. Wie die Nummerierung innerhalb der URL erfolgt, wird unterschiedlich gehandhabt. Denkbar ist, die Seitennummer an die URL anzuhängen oder einen zusätzlichen Parameter für die Nummerierung einzublenden.

  • http://www.domain.de/2/
  • http://www.domain.de/?p=2

Die zweite Variante hat den Vorteil, dass man über die Search Console zusätzlich das Verhalten für den Paramater „p“ steuern kann.

Bedeutung von paginierten Seiten für SEO

Die Handhabung von paginierten Seiten ist aus SEO-Sicht durchaus wiedersprüchlich diskutierbar. Einerseits haben Sie zwar Inhalte, die für den Nutzer durchaus relevant sind. Im Regelfall handelt es sich aber um Inhalte, die entweder nicht mehr aktuell sind oder eine geringere Bedeutung für den Nutzer haben. Diese Inhalte werden dann auf nachfolgende Seiten in der Paginierung verschoben.

Problematisch ist aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung, dass diese Seiten einen ähnlichen oder identischen Keyword-Fokus haben. Um diesen Keyword-Fokus zu bedienen existiert bereits eine Seite, die sehr prominent verlinkt wird, so dass die paginierten Seiten eigenlich keine Rolle mehr spielen. Da Google viel Wert auf die Qualität von Inhalten legt, ist es ratsam, diese Seiten demnach zu entwerten und auf „noindex“ zu setzen. Es ist  durchaus denkbar, dass Google bereits anhand der URL-Struktur derartige Seiten erkennen kann und diese automatisch als „zweitrangig“ ansieht.

Meine Empfehlung lautet daher: Paginierte Seiten sollten auf „noindex, follow“ gesetzt werden. Dadurch sagt man Google, dass diese Seiten nicht in den Google Index aufgenommen werden sollen. Falls man paginierte Seiten – wie oben beschrieben – mit einem Paramater definiert, kann man zusätzlich über die Search Console eine konkrete Einstellung bzgl. Crawling definieren.

Eine URL für die Gesamtansicht

Google schlägt als Königsweg vor, eine URL zu definieren, auf der alle Inhalt gebündelt angezeigt werden. Die Begründung lautet, dass Nutzer in der Regel eine vollständige Ansicht aller Artikel bevorzugen. Bei einer  Gesamtansicht werden alle Informationen der paginierten Seiten auf einer einzelnen Seite (Übersichtsseite) zusammengefasst. Dieser Ansatz sollte jedoch nur in Betracht gezogen werden, wenn sich die Ladzeit der Seite nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bei dieser Lösung sollte man auf den korrekten Einsatz des canonical tag achten. Alle bestehenden Seiten der Paginierung müssen auf die Übersichtsseite verweisen, damit Google diese bewerten kann.

<link rel="canonical" href="http://www.domain.de/all/">

 rel=“next“ und rel=“prev“ verwenden

Aus den oben genannten Gründen kann der Einsatz einer Gesamtansicht möglicherweise nicht förderlich sein. In diesem Fall sollte man jedoch mittels rel=“next“ und rel=“prev“ Google auf die logische Abfolge der Seiten hinweisen. Dadurch können Beziehung zwischen einzelnen URLs angeben werden. Die Abfolge wird dadurch kenntlich gemacht, dass zu jeder Seite die jeweils vorhergehende und nachfolgende Seite in einem HTML-Tag hinterlegt wird.

In diesem konkreten Fall muss die HTML-Verknüpfung für die Paginierung so aussehen.

http://www.domain.com/Seite-2.html

<link rel=“prev“ href=“http://www.ihremusterdomain.de/Seite1.html“>
<link rel=“next“ href=“http://www.ihremusterdomain.de/Seite3.html“>

Als Werte sind gemäß den Anforderungen des <link>-Tags relative und absolute URLs möglich. rel="prev" und rel="next" stellen für Google ein Empfehlungen, aber keine absoluten Anweisungen dar. Inwieweit hier wirklich ein Nutzen aus SEO-Sicht entsteht ist nicht bekannt.  Es ist sicher ratsam eigene Tests diesbezüglich durchzuführen und dann zu entscheiden, ob dieses HTM-Attribut wirklich einen konkreten Nutzen für die eigene Website stiftet.

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