Google Adwords

Wer Nutzer auf seine Webseite bringen will, kann bezahlte Werbung in den Suchergebnissen von Google schalten. Diese Werbeform wird als Google AdWords bezeichnet. Dabei werden Anzeigen in den Suchergebnissen am Seitenanfang und am Seitenende innerhalb von Werbeblöcken ausgespielt.  Google AdWords wird gerne auch als Paid Search, Suchmaschinenwerbung oder PPC-Werbung bezeichnet. Der Werbetreibende bezahlt für die Werbung nur, sobald ein Nutzer auf seine Anzeige klickt. Da man durch Google Adwords sehr relevante Nutzer auf die Webseite bringen kann, gilt diese Werbeform im Online-Marketing als äußerst effizient. Der Nutzer signalisiert durch sein Suchverhalten bereits Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung und kann mit einer konkreten Werbebotschaft angesprochen werden.

Google stellt Google AdWords eine eigene webbasierte Benutzeroberfläche zur Verfügung. Über diese Benutzeroberfläche können verschiedene Kampagnen gebucht werden, die dann als Textanzeigen oder Produktanzeigen in den Suchergebnissen auftauchen. Gleichzeitig können Budgets, Keywords und Klickpreise definiert und verwaltet werden, wodurch eine gezielte Aussteuerung der Kampagnen möglich wird. Google AdWords gilt als das größte Online-Werbenetzwerk der Welt und wird weltweit von vielen tausend Werbenden genutzt, um Käufer und Nutzer für die eigene Webseite zu generieren.

Die nachfolgenden Ausführungen richten sich primär an Werbetreibende, die zum ersten mal mit Google Adwords in Berührung kommen. Es wird im Detail erläutert, worauf Sie beim Anlegen ihrer ersten Google Adwords Kampagne achten müssen. Es wird definiert, wie sie am besten beim Anlegen von Keywords und Textanzeigen vorgehen. Zudem werden unterschiedliche Kampagnentypen erläutert und deren Mehrwert herausgestellt. Sie erhalten hier viele hilfreiche Tipps, die Ihnen beim Aufbau eines eigenen Google Adwords Kontos von Nutzen sein werden.

Wie funktioniert Google AdWords?

1. Wie funktioniert Google AdWords?

Google AdWords funktioniert wie eine Auktion, an der verschiedene Werbetreibende teilnehmen können. Alle AdWords-Nutzer, die ein bestimmtes Keyword eingebucht haben, nehmen an der Auktion teil. Die Platzierungen der einzelnen AdWords Anzegen werden über Klickpreise ermittelt. Der Klickpreis ist das maximale Gebot, dass ein Werbrtreibender für das Buchen der Anzeigen zahlen möchte. Neben dem Klickpreis fließt ein sog. Qualitätsfaktor in die Auktion und das Ranking  ein, so dass beispielweise unrelevante Webseiten oder Anzeigen ausgefiltert werden können, selbst wenn man einen hohen Klickpreis bietet.

Mit dem „Klickgebot“ konkurriert der Werbende mit anderen Werbetreibenden um die Anzeigenplätze, die zur Verfügung stehen. Hierbei gilt zu bedenken, dass bei Google AdWords in den Suchergebnissen „nur“ 4 Plätze über den organischen Ergebnissen und 3 Plätze unter den organischen Ergebnissen vergeben werden. Die restlichen Platzierungen sind organische Ergebnisse, die von Google über einen Algorithmus vergeben werden und nicht eingekauft werden könnn. Grundsätzlich hat ein hohes Klickgebot auch bessere Chancen, eine Top-Platzierung bei der Anzeigenschaltung zu erzielen. Es ist demnach wichtig zu wissen, dass nicht nur der maximale Klickpreis eine Rolle für die Platzierung der Anzeigen spielt, sondern auch die Qualität der Anzeige. Diese Qualität wird bei Google AdWords  von Google in Form eines Qualitätsfaktors ermittelt. Wie man diesen Qualitätsfaktor optimieren kann und so die Performance der eigenen Kampagnen deutlich verbessern kann, wird weiter unten erläutert.

2. Google Adwords im Wandel der Zeit

Bereits zwei Jahre nach Einführung der Suchmaschine Google.com hat das Unternehmen aus Mountain View eine eigene Plattform für Werbetreibende installiert, um die Suche auch für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Google Adwords wurde im Jahr 2000 als Beta-Version gestartet und war nicht unumstritten. Die Einnahmen aus der Werbeplattform sind heute maßgeblich für den hohen Unternehmenswert und den jährlichen Gewinn des Unternehmens. Nachdem eine Beta-Version mit 500 Werbenden erfolgreich an den Start ging, wurde das Werbesystem für alle zugänglich gemacht. Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Suchmaschine konnten schnell auch andere Länder erschlossen werden und das Werbesystem wurde 2004 auch für den deutschen Markt freigeschaltet.

Während die Zahl der Werbetreibenden über Google AdWords exponentiell gewachsen ist, wurde die Technologie weiter verbessert. Rund um das Werbesystem ist ein eigener Kosmus aus Agenturen, Dienstleistern und Nutzern entstanden. Neben dem klassischen Google Adwords, also dem Buchen von Anzeigen innerhalb der Google-Suche, wurden weitere Werbeformate installiert: Es lässt sich Werbung über Yotube, Werbung für Apps, Display-Werbung und sogar Marketing über gmail machen. Das GoogleWerbenetzwerk umfasst mittlerweile viele Millonen Seiten und ist das größte Werbenetzwerk der Welt. Auch Youtube wurde 2012 von Google gekauft und ermöglicht für Werbetreibende die zusätzliche Vermarktung von Werbevideos.

Die Werbeerlöse von Google sind heute das wichtigste Geschäftsfeld des Internkonzerns. Sie stiegen um 18 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar im Jahr 2016. Google verdient damit noch das meiste Geld mit Klicks auf Anzeigen innerhalb der Internet-Suche. Dabei sinkt zwar der Erlöse pro Klick mit der Verbreitung von Smartphones, doch durch eine höhere Werbauslastung kann dies wett gemacht werden. Google Adwords ist demnach ein Milliarden-Business und zeigt, dass viele Werbetreibende eine sehr hohe Priorität auf diesen Werbekanal legen.

3.AdWords Login: Bei Google Adwords anmelden

Man kann ein Google Adwords Konto jederzeit kostenlos anlegen. Man zahlt nur, wenn jemand später auf die Anzeige klickt, um die Website zu besuchen, oder ein Nutzer bei Ihnen anruft. Kosten entstehen folglich nur für Sie, wenn die Anzeigen zum gewünschten Ergebnis führen. Über diesen Link kann man sich direkt anmelden und erhält weitere Informationen zum Adwords-Login.

Zur Erstellung eines Google AdWords Kontos benötigt man nur wenig Zeit. Erstellen Sie ein Konto, legen Sie das Budget fest und erstellen Sie eine erste Kampagne! Die Anzeigeneinstellung und Targeting-Optionen können jederzeit später angepasst und optimiert werden. Natürlich können Sie das Konto sukzessive weiter Ausbauen und Optimieren. Es ist auch sinnvoll, permanent an der Performance des Kontos zu arbeiten, so dass Sie mit Ihrem Werbebudget den maximalen Ertrag erzielen.

Zahlungsmodalitäten: Offene Beträge, werden bei Google AdWords automatisch von dem hinterlegten Bankkonto abgebucht, nachdem die AdWords Anzeigen geschaltet wurden. Die Abbuchung erfolgt nach 30 Tagen bzw. wenn der festgelegte Betrag (Abrechnungsgrenzbetrag) erreicht wurde, abhängig davon, welcher der beiden Fall als erster eintritt.

Erste Schritte im AdWords-Konto:

Bevor man seine erste Google AdWords Kampagne anlegt, ist es empfehlenswert, sich einen Überblick zu verschaffen wie Google Adwords im Detail funktioniert. Beispielweise sollten Sie sich unbedingt damit vertraut machen, wie Keywords in dem AdWords Konto angelegt werden und welche Keyword-Optionen es gibt. Sie sollten keinen „Schuß ins Blaue“ wagen, sonst könnte dies zu Lasten Ihres Budgets gehen und unnötige Kosten verursacht werden. Ich empfehle Ihnen folgende Themen zu beachten, wenn Sie zum ersten mal eine Adwords-Kampagne anlegen. Alle einzelnen Punkte werden ausführlich weiter unten behandelt.

  • Wie werden Keywords angelegt? Bevor Sie ein Konto mit vielen Keywords anlegen, ist es sehr empfehlenswert sich zunächst mit verschiedenen Keyword-Optionen zu beschäftigen. Zudem sollten Sie auf die Struktur des Google Adwords Kontos achten und sich überlegen, wie Sie die Kampagnen und Anzeigengruppen einteilen wollen.
  • Wie hoch sollte das Tagebsudget sein? Das Tagesbudget, das Sie in Ihrer ersten Kampagne hinterlegen ist wichtig, um die Kosten zu kontrollieren. Wollen Sie nur mit einem kleinen Budget starten, sollten Sie das Tagebsudget entsprechend niedrig ansetzen. Später können Sie natürlich auch das Tagesbudget erhöhen und weitere Adwords Kampagnen anlegen.
  • Wie werden Anzeigen erstellt? Falls Sie zum ersten mal eine Textanzeige über Google AdWords erstellen, sollten Sie sich mit dem Aufbau von Textanzeigen vertraut machen. Sie finden hierzu weitere Informationen im Abschnitt „AdWords-Anzeigen erstellen“

Zahlungsinformationen hinterlegen

Bitte beachten Sie, dass Anzeigen für Google Adwords erst geschaltet werden, sobald gültige Zahlungsinformationen hinterlegt und bestätigt wurden. Sie können beispielweise die Kosten per Lastschrift von Ihrem Konto abbuchen lassen.

4. AdWords Kampagne erstellenGoogle Adwords Kampagnen Google Adwords

4.1. Adwords Kampagnen-Typ wählen

Nachdem man ein neues AdWords-Konto eingrichtet hat, wird man von Google direkt dazu aufgefordert eine erste Kampagne zu erstellen. Natürlich können Sie später weitere Kampagnen ergänzen und das Konto  sukzessive ausbauen und optimieren.

Google stelle verschiedene Kampagnen-Typen zur Verfügung mit unterschiedlichen Targeting-Optionen. Es ist empfehlenswert zu Beginn mit dem Kampagnentyp „Nur Suchnetzwerk“ eine erste Adwords Kampagne zu starten. Innerhalb dieser Kampagnen werden ausschließlich Anzeigen im Suchnetzwerk geschaltet und auf Partnerseiten, die eng mit Google zusammenarbeiten und in Ihrer „Suche“ ebenfalls AdWords-Anzeigen einblenden.

Das Suchnetzwerk von Google AdWords ist nicht zu verwechseln mit dem Display-Netzwerk. Das Google-Displaynetzwerk bezieht sich nicht nur auf „Suchseiten“, sondern auf Seiten, die auch das Schalten von Bannern ermöglichen. Falls Sie Display-Kampagnen buchen wollen, sollten Sie daher entweder die Option „Nur Displaynetzwerk“ auswählen oder „Suchnetzwerk und Displayauswahl“. Es ist jedoch empfehlenswert, getrennte Kampagnen für das Suchnetzwerk und das Displaynetzwerk zu definieren. So kann man die Performance dieser beiden Ausrichtungen besser überwachen und getrennte Optimierungsschritte einleiten. Falls Display-Kampagnen und Such-Kampagnen bei Google AdWords in einen Topf geworfen werden, wird die Optimierung erschwert und die Kennzahlen (wie CTR oder Conversion-Rate) werden verfälscht.

Sie können zudem beim Anlegen der Google AdWords Kampagnen wählen zwischen:

  • Standard: Keyword-bezogene Textanzeigen in den Google-Suchergebnissen
  • Alle Funktionen Alle Funktionen und Optionen, die für das Suchnetzwerk verfügbar sind

Hier ist zu empfehlen, dass Sie direkt „Alle Funktionen“ zu nutzen, damit Sie auch erweitere Einstellungen zum Targeting für Google AdWords machen können.

Google Suchnetzwerk

Im Google Suchnetzwerk befinden sich Websites und Apps mit Suchfunktion, darunter die Google-Suche, Google Play, Google Shopping und Google Maps. Dieses Werbenetzwerk umfasst außerdem viele Suchwebsites, die mit Google AdWords eine Partnerschaft zur Schaltung von Anzeigen eingegangen sind. Wenn man  Anzeigen im Google Suchnetzwerk schaltet, erreichen man mehr potenzielle Kunden. Jedoch kann es sein, dass die Performance nicht so gut ist, wie in der Google-Suche und zum Beispiel die Conversion-Rate sinkt.

4.2. Standort und Sprache auswählen


Google Adwords Kampagnen können geografisch auf einen bestimmten Standort eingeschränkt werden. Dabei sind die Auswahlmöglichkeiten bzgl. des Targetings sehr zahlreich, so dass selbst kleine Unternehmer, mit lokalen Ladengeschäften eine passende Option finden werden. Standardmäßig sind die Kampagnen auf ganz Deutschland ausgerichtet. Es können jedoch einzelne Länder ergänzt werden oder  „Alle Länder und Gebiete“ ausgewählt werden. Bei einem Unterehmen, dass international ausgerichtet ist,  sollte für jedes Land jedoch eine eigene Kampagnen oder sogar ein eigenes Google AdWords Konten angelegt werden. Anernfalls werde Textanzeigen möglicherweise in der falschen Sprache ausgespielt. Google übersetzt nicht automatisch die Textanzeigen. Der Werbetreibende muss selbst die Textanzeigen in der jeweiligen Landessprache formulieren. Außerdem kann es buchhalterische Gründe haben, weil Sie die Kosten nicht eindeutig den unterschiedlichen Ländern zurechen können.

Nehmen wir an ein Unternehmen in Deutschland will Google AdWords Anzeigen nur in einem begrenzten Einzugsgebiet schalten, dann stehen dem Unternehmen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Suche: In dem Suchschlitz kann man nach verschiedenen Standorten suchen: Länder, Bundesländer, Städte, Landkreise und somit ein spezifisches geografisches Targeting für seine Kampagnen aufbauen.
  • Umkreisbezogene Suche: Der Nutzer kann einen fixen Standort (Straße, HNr, Ort) definieren und dann einen Radius anlegen. AdWords-Anzeigen werden dann nur für Nutzer geschaltet, die sich innerhalb dieses Radius befinden und eine Suche auf Google ausführen. Diese Option bietet sich für Unternehmen an, die nur einen Standort besitzen und eine eingeschränkte Zielgruppe erreichen wollen. Zum Beispiel eine örtlicher Dienstleister, wie ein Architekt oder Fotograph.
  • Mehrere Standorte: Auf Basis von einer Adressliste kann man hier bis zu 1000 Standorte hinterlegen an denen dann AdWords-Anzeigen ausgeliefert werden soll. Jedoch sollte man bedenken, dass kein zusätzlicher Radius definierbar ist. Demnach präferiere ich die erste Variante mit der „Umkreisbezogenen Suche“. Hier lässt sich die Werbeeinblendung noch spezifischer für Google Adwords steuern.
  • Standortgruppen: Hier können erweitere Definitionen vorgenommen werden, die sich u.a. auf das Haushaltseinkommen beziehen. Da dieses Targeting jedoch sehr restriktiv ist, sollte man als Werbetreibender eher davon absehen.Standorte bei Google AdWords  Google AdwordsNeben dem Standort muss auch eine Sprache definiert werden. Für die Entscheidung, wo Ihre Anzeigen erscheinen, berücksichtigt AdWords die Google-Spracheinstellung des Nutzers. Falls Ihre Zielgruppe vorwiegend mit Google.de sucht, sollten Sie demnach die Spracheinstellung „Deutsch“ wählen. Ergänzend können Sie natürlich auch „Englisch“ und weitere Sprachen auswählen, damit auch fremdsprachige Nutzer Ihre Anzeigen sehen können. Bitte denken sie hier wieder daran, dass die AdWords Anzeigen nicht automatisch übersetzt werden.

Vor allem für regionale Unternehmen, die nur eine begrenzte Zielgruppe innerhalb eines bestimmten geografischen Radius haben, ist demnach Google Adwords sehr interessant. Mit der geografischen Ausrichtung erreichen Sie Kunden dort, wo sie sich befinden und wo sie die Möglichkeit haben, das Angebot Ihres Unternehmens in Anspruch zu nehmen.

Kampagnen für mehrere Standorte anlegen

Falls Sie mehrere Filialen oder Unternehmensstandorte haben und diese gezielt bewerben wollen, ist es empfehlenswert, getrennte Kampagnen für jeden Standort anzulegen. Jede Adwords Kampagne wird dabei auf den jeweiligen Standort einer Filiale ausgerichtet. Über den Radius kann die genaue Reichweite der Adwords-Anzeigen definiert werden. So können Sie die Performance der einzelnen AdWords Kampagnen getrennt überwachen.

4.3. Gebotsstrategie und StandardgeboteGoogle Adwords Gebotsstrategie Google Adwords

Bei der Gebotsstragie und dem Standortgebot wird definiert, wie hoch das Gebot für Ihre Google AdWords Anzeigen sein soll. Bei Adwords handelt es sich um eine Akuton, so dass Sie ein Gebot vorgeben müssen. Dieses Gebot ist der Preis, den sie maximal zahlen wollen, damit Ihre Anzeigen ausgeliefert werden.

Im Regelfall sollten Sie mit einem „Manuellen CPC“ Gebot für Google AdWords beginnen. Sie definieren also selbst, wie hoch der maximale Klickpreis sein soll und Google orientiert sich bei der Auslieferung der Adwords-Anzeigen an diesem CPC. Bei den „Automatischen CPC“ Geboten geben Sie die Kontrolle aus der Hand und Google kann selbst in einem vorgegebenen Rahmen entscheiden, zu welchem CPC die Anzeigen gebucht werden sollen. Dabei geben Sie bestimmte Zielgrößen vor, zum Beispiel können Sie bei der „Ausrichtung auf Suchposition“ definieren, dass Ihre Anzeigen immer in einer Top-Position eingeblendet werden sollen. Die Top-Position bezeichnet die Anzeigenauslieferung auf den ersten 4 Plätzen über den organischen Suchergebnissen.

Google sagt in der Erläuterung: „Bei der Option Ausrichtung auf Suchseitenposition werden Ihre Gebote von AdWords automatisch so festgelegt, dass Ihre Anzeigen oben auf der Seite oder auf der ersten Suchergebnisseite erscheinen.“

Dies verdeutlicht, dass es durchaus riskant ist, automatische Gebote zu verwenden. Sie verlieren dadurch die Kontrolle über die Kampagnen und die Höhe der Klickpreise. Falls Sie jedoch Conversions in dem Konto messen, kann die Einstellung „Ziel-CPA“ durchaus sinnvoll sein: Wenn Sie in der AdWords Kampagne einen Ziel-CPA (Cost-per-Acquisition) eingeben, werden die CPC-Gebote automatisch so festgelegt, dass Sie möglichst viele Conversions generieren. Die Kosten einzelner Conversions können zwar über oder unter dem Ziel-CPA liegen, im Monatsdurchschnitt sollte die AdWords Kampagne jedoch exakt den Ziel-CPA erreichen.

Erweiterte Standortoption nutzen

Unter „Erweiterte Standortoption“ gibt es ergänzende Möglichkeiten zu Standort-Definition. Sie können Anzeigen nur für Nutzer in der Zielregion buchen oder zusätzlich für Nutzer, die nach der Zielregion suchen oder sich dafür interessieren. Gerade der zweite Fall kann möglicherweise zu höheren Kosten führen. Theoretisch könnte auch jemand im Ausland nach einer bestimmten Stadt in Deutschland suchen und Ihre Anzeigen werden dann ausgeliefert, wenn das Targeting für diese Stadt aktiv ist.

4.4. Google AdWords Anzeigenerweiterungen

Google Adwords empfiehlt den Einsatz von Anzeigenerweiterungen. Bei Google AdWords Anzeigenerweiterungen Google AdwordsAnzeigenerweiterungen werden die normalen AdWords Textanzeigen um zusätzliche Elemente erweitert. Diese Anzeigenerweiterungen können weiterführende Informationen beinhalten, zum Beispiel in Form von Telefonnummern oder ergänzenden Links. Anzeigenerweiterungen erhöhen die Klickrate der Anzeigen, so dass Sie mehr Kunden auf Ihre Seite lenken werden. Die Textanzeigen nehmen mehr Platz in den Suchergebnissen ein und wirken auffälliger, so dass die Anzahl der Klicks steigen wird.

Google AdWords Anzeigenerweiterungen können auf Ebene der Kampagnen oder auf Anzeigengruppen-Ebene eingesetzt werden. Zu Beginn ist es ratsam auf Kampagnen-Ebene die Anzeigenerweiterungen zu definieren, später können diese spezifischer auch auf Anzeigengruppen-Ebene ergänzt werden.

  • Standort-Erweiterung: Wenn Sie ein Ladengeschäft besitzen, kann durch eine Standorterweiterungen die Geschäftsadresse und Telefonnummer unterhalb der Google AdWords Textanzeige eingeblendet werden. So können Sie die Conversion-Rate steigern und direkt auf Ihr Ladengeschäft hinweisen, wenn sich der Nutzer in der Nähe des Standorts befindet.
  • Google-Sitelinks: Durch eine Sitelink-Anzeigenerweiterungen können Sie mehrere Links unterhalb der Textanzeige einblenden. Nutzer haben somit zusätzliche Einstiegsmöglichkeiten über Google AdWords auf Ihre Website. Sie können zum Beispiel einzelne Rubriken verlinken oder gezielt Produkte als Teaser verwenden.
  • Anruf-Erweiterung: Durch die Anruferweiterungen integrieren Sie eine zusätzliche Telefonnummer in der Textanzeige. Nutzer können dann telefonisch mit Ihrem Unternehmen in Kontakt treten. Dies kann bei Unternehmen mit telefonischer Bestellannahme sehr hilfreich sein und die Conversion-Rate steigern.
  • App-Erweiterung: Diese Erweiterung ist nur für Unternehmen interessant, die eine eigene App besitzen. Mit der Erweiterung für mobile Apps können Sie einen Link unter der Textanzeige einfügen. Der Link führt dann zu einer mobilen App im Android Market oder im Apple App Store und kan nsich dort die App herunterladen. Der Vorteil dieser Anzeigenerweiterung ist natürlich, dass Sie die Downloads auf Ihr App signifikant erhöhen können. Jedoch schicken Sie auch die Nutzer nicht direkt auf die Website, sondern in den jeweiligen App-Store.
  • Bewertungen: Bei den Bewertungserweiterungen können Sie positive Rezensionen, Auszeichnungen oder Rankings von Drittanbietern zu Ihrem Unternehmen hinterlegen. Beispielweise, wenn ein Verbraucherportal Ihren Webshop getestet hat und sich lobend zu dem Sortiment geäußert hat. Bitte bedenken Sie, dass auch bei dieser Anzeigenerweiterung ein Link ergänzt wird, der zur Seite eines Drittanbieters führt. Dadurch kann die CTR auf Ihre eigene Website sinken und die Google AdWords Nutzung kommt dadurch eigentlich einem anderen Anbieter zugute.
  • Callouts: Unterhalb der Google AdWords Anzeigen werden zusätzliche Informationen eingeblendet. Dabei sollte es sich um Alleinstellungsmerkmale handeln, wie „Kostenloser Versand“ oder „mehr als 5 Mio. Artikel“. So können Sie Ihre Website anteasern und die CTR deutlich steigern.
  • Snippet-Erweiterungen: Hierbei ist es möglich, verschiedene Elmente auf Ihrer Website noch näher zu spezifizieren. Sie können zum Beispiel eine kurze Übersicht über ihre Produktpalatte liefern und wichtige Rubriken auflisten.

Es ist übrigens abhängig vom Qualitätsfaktor und vom CPC-Gebot welche Anzeigenerweiterungen bei Google Adwords letzten Endes tatsächlich angezeigt werden. Die Anzeigenerweiterungen, die Sie definiert haben, werden nicht zwingend alle angezeigt. Google AdWords entscheidet selbst, welche Anzeigenerweiterungen für den Nutzer relevant sind.

4.5. Google AdWords Werbezeitplaner

Mit einem Werbezeitplaner können Werbetreibende die Google AdWords Anzeigen nur zu bestimmten Zeiten schalten oder die Gebote ändern. Der Werbezeitplaner in Google Adwords ist vor allem für Unternehmen hilfreich, die zu bestimmten Zeiten nicht erreichbar sind und demnach nicht durchgängig Anzeigen schalten wollen. Die AdWords-Anzeigen werden dann nur zu vorgebenen Zeiten ausgespielt, wenn der Service verfügbar ist. An Tagen oder zu Uhrzeiten an denen der Werbezeitplaner nicht ausgeführt wird, werden keine Anzeigen gebucht.

Standardmäßig werden Google AdWords Anzeigen dauerhaft innerhalb eines 24-Stunden-Tags und an jedem Tag der Woche geschaltet. Sie können auf Tagesbasis und Stundenbasis eine genauere Steuerung über den Werbezeitplaner definieren. Beispielsweise, dass Anzeigen nur montags, dienstags und donnerstags zwischen 9.00 und 18.00 geschaltet werden sollen. An den übrigen Tagen und Uhrzeiten findet dann keine Schaltung der Adwords-Anzeigen statt. Weitere Informationen zu dem Google-Werbzeitplaner erhalten Sie hier.

Adwords Werbezeitplaner Google Adwords

5. Google AdWords Konto strukturieren

Jedes Google AdWords Konto wird in drei Ebenen unterteilt: Konto, Kampagnen und Anzeigengruppen. Auf der höchsten Ebene werden allgemeine Einstellungen vorgenommen, wie Zugriffsrechte und Zahlungsmodalitäten. Auf Ebene der Kampagnen werden beispielsweise die geografische Ausrichtungen und Targeting-Optionen definiert. Innerhalb der Kampagnen lassen sich verschiedene thematisch passende Anzeigengruppen bündeln. Auf der untersten Ebene (=Anzeigengruppe) erfolgt das Anlegen der Keywords und der Anzeigen.

Für Google AdWords-Konten gelten bestimmte Höchstwerte: Etwa eine maximal zulässige Anzahl an Keywords. Im Regelfall werden diese Limits jedoch kaum erreicht:

  • 10.000 Kampagnen (Summe der aktiven und pausierten Kampagnen)
  • 20.000 Anzeigengruppen pro Kampagne
  • 20.000 Elemente für die Anzeigengruppenausrichtung pro Anzeigengruppe, darunter Keywords, Placements und Zielgruppenlisten

Falls Sie doch an die Limit-Grenzen stoßen, können Sie natürlich jederzeit ein zweites Google AdWords Konto anlegen.

5.1. Wie man ein Google AdWords Konto sinnvoll strukturiert?

Generell lässt sich sagen, dass es kein verbindliches Schema gibt für das Anlegen eines Google Adwords Kontos gibt. Bei der Kontostruktur werden oftmals auch subjektive Faktoren eine Rolle spielen. Jeder AdWords Manager wird die Struktur eines neuen Google AdWords Kontos anders aufbauen. Generell kann man aber folgende Richtlinien beim Aufbau des Kontos beachten:

  1. Verwenden Sie eindeutige Bezeichnungen für Kampagnen und Anzeigengruppen, um das Targeting und den Inhalt zu beschreiben
  2. Verwenden Sie getrennte Kampagnen, wenn sich die Targeting-Optionen unterscheiden (z.B. geografische Ausrichtung)
  3. Verwenden Sie getrennte Kampagnen für unterschiedliche Zielsetzungen (Branding vs unterschiedliche Conversion-Ziele)
  4. Verwenden Sie immer getrennte Kampagnen für das Suchnetzwerk und das Displaynetzwerk
  5. Sonderthemen wie „Dynamische Suchanzeigen“ erfordern eigene Kampagnen
  6. Orientieren Sie sich bei der Kampagnenstruktur an den Themen, Rubriken und Produkten auf Ihrer Webseite
  7. Verwenden Sie nur wenige Keywords pro Anzeigengruppe, aber legen Sie viele Anzeigengruppen an

Groß- und Kleinschreibung ist bei Keywords egal

Bei den Keywords, die Sie in Ihrem Google Adwords Konto anlegen, wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Demnach ist es nicht erforderlich, „hüte für senioren“ und „Hüte für Senioren“ als eigenständige Keywords anzulegen. Es ist völlig ausreichend eine Schreibweise zu verwenden.

6. Google AdWords Keywords definieren

Keywords sind möglicherweise das wichtigste Element einer Adwords-Kampagne. Über Keywords definieren Sie, wann eine Ihrer Anzeige auf Google geschaltet werden soll. Nur wenn sich das Keyword, das Sie im Konto hinterlegt haben, mit der Suchanfrage des Nutzers deckt, kommt es zu einer Anzeigenschaltung. Auf Ebene der Anzeigengruppen können Sie Keywords definieren und Textanzeigen erstellen, die thematisch zu dieser Keyword-Gruppe passen. Erfahrungsgemäß sollte man möglichst wenige Keywords in eine Anzeigengruppe stecken, da sonst möglicherweise die Relevanz zwischen Keywords und Textanzeige verloren geht. Dadurch würde die Klickrate sinken und letzten Endes auch der Qualitätsfaktor Ihrer Keywords, wodurch die Google Adwords Kampagnen teurer werden.

Beim Anlegen von Keywords über Google AdWords können Sie eine sog. Keyword-Option definieren. Durch die Keyword-Option wird definiert, in welchem Verhältnis das Keywords zur Suchanfrage stehen muss, damit eine Anzeigenschaltung ausgelöst wird.

6.1. Keyword-Optionen

In Abhängigkeit von der Keyword-Option wird die Anzeigenauslieferung je nach Suchanfrage unterschiedliche ausgeführt. Anhand von nachfolgenden Beispielen soll verdeutlich werden, wie Google AdWords auf verschiedene Keyword-Optionen reagiert.

„Genau passende“ Keywords:

Die Google AdWords Anzeigen werden bei der Nutzung von „genau passenden“ Keywords nur dann ausgeliefert, wenn sie den Begriff oder sehr ähnliche Varianten (z.B. Singular und Plural-Formen) dieses Begriffs enthalten. Mit der Keyword-Option „Genau passend“ erzielen Sie vermutlich nicht so viele Impressionen, Klicks und Conversions wie mit anderen Keyword-Optionen. Dafür wird der Traffic relevanter für Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung sein. Falls Sie über ein stark eingegrenztes Budget verfügen, sollten Sie daher diese Keyword-Option nutzen um eine möglichst effektives Targeting zu erzielen.

Beispiel: [Neuen Laptop kaufen]

Anzeige wird ausgliefert bei der Suchanfrage: „neuen Laptop kaufen“, aber bspw. nicht für „gebrauchten Laptop kaufen“

„passende Wortgruppe“ Keywords

Die Google Adwords Anzeigen werden bei der Suchanfrage nur ausgeliefert, wenn sie die Wortgruppe oder sehr ähnliche Varianten dieser Wortgruppe enthalten. Das hinterlegte Keyword muss als Wortstamm in der Suchanfrage des Nutzers enthalten sein, damit es zu einer Anzeigenauslieferung kommen kann. In der Suchanfrage können jedoch Wörter vor oder hinter dem Wortstamm ergänzt werden. Der Wortstamm darf jedoch nicht unterbrochen werden durch andere Wörter.

Beispiel: Neuen Laptop kaufen“

Anzeige wird ausgliefert bei den Suchanfragen: neuen Laptop kaufen in München, neuen Laptop kaufen, Computer oder neuen Laptop kaufen

Anzeige wird nicht ausgeliefert bei der Suchanfrage: „neuen günstigen Laptop kaufen“

„weitgehend passende“ Keywords

Die Google Adwords Anzeigen werden bei der Suchanfrage ausgeliefert, sobald sie große Ähnlichkeit mit dem hinterlegten Keywords besitzen. AdWords Anzeigen können demnach auch bei Suchanfragen ausgeliefert werden, die Rechtschreibfehler, Synonyme, verwandte Suchanfragen und andere relevante Varianten enthalten. Demnach erfolgt die Auslieferung bei einer maximalen Reichweite und Sie geben teilweise die Kontrolle über die Auslieferung aus der Hand. Dies kann sowohl ein Nachteil als auch ein Vorteil sein: Negativ zu bewerten ist, dass möglicherweise auch eine Schaltung von Anzeigen bei unrelevanten Suchanfragen erfolgt. Positiv ist, dass Sie dadurch eine hohe Reichweite erzielen und auch bei Suchanfragen eingeblendet werden, die Sie bei einer Keyword-Recherche gar nicht entdecken würden.

Beispiel: Neuen Laptop kaufen

Anzeige wird ausgliefert bei den Suchanfragen: neuen Laptop bestellen, Macbook bestellen neuwertig

6.2. Keyword-Mix

Es stellt sich unweigerlich die Frage, welche Keyword-Optionen nun im Rahmen Ihrer Google Adwords Kampagnen am zielführendsten sind. Diese Frage lässt sich leider nicht eindeutig beantworten. Generell ist im Sinne der Effizienz die „exakt passende“ Auslieferung zu empfehlen. Bei dieser Keyword-Option werden nur relevante Suchanfragen mit Anzeigen bedient. Falls Sie über ein stark limitiertes Budget verfügen, ist demnach diese Keyword-Option zu empfehlen.

Die weitgehende Auslieferung kann auf der anderen Seite sehr hilfreich sein, um neue Keywords zu finden. Über Suchanfrageberichte können Sie einsehen, für welche Suchanfragen Ihre Anzeigen tatsächlich geschaltet wurden. Sie können dann unpassende Keywords ausschließen oder gute Keywords neu ergänzen. Dies ist sehr hilfreich, um das Google Adwords Konto fortlaufend zu optimieren. So können Sie einerseits das Keyword-Set weiter ausbauen und andererseits schlechte Suchanfragen von der Schaltung ausschließen. Sie sollten dann einen regelmäßigen Prozess implementieren, so dass permanent die Suchanfrageberichte ausgewertet und bearbeitet werden.

Es ist demnach grundsätzlich zu empfehlen, dass Sie die gleichen Keywords auch mit unterschiedlichen Keyword-Optionen einbuchen. Durch die exakte Auslieferung sollten Sie bei dem Keyword eine sehr gute Performance erzielen können mit einer hohen Conversion-Rate. Durch die zusätzliche weitgehende Buchung des Keywords können Sie eine hohe Reichweite erzielen und so neue Keyword-Ideen sammeln.

Beim Anlegen der Keywords sollten Sie auch darauf achten, dass pro Anzeigengruppe nur wenige und vor allem thematisch passende Keywords verwendet werden. Da Sie Anzeigen ebenfalls auf Ebene der Anzeigengruppen definieren, können Sie so sicherstellen, dass die Keywords auch zur Anzeige passen. Unrelevante AdWords Anzeigen werden von Google möglicherweise schlechter bewertet und führen zu höheren Kosten.

7. Google AdWords Textanzeigen


Durch die Textanzeigen transportieren Sie Ihre Werbebotschaft über Google AdWords in der Google-Suche. Textanzeigen sollten immer auf die Suchanfrage des Nutzers abgestimmt sein und gleichzeitig auf die Landing Page der Webseite. Wenn die Anzeige sich nicht mit der Suchanfrage des Nutzers deckt, wird die Klickrate gering ausfallen und Sie können nur wenige Nutzer auf Ihre Webseite lenken. Gleichzeitig steigen Ihre Kosten, da die geringe Klickrate zu einem schlechteren Qualitätsfaktor führt. Es ist demnach von hoher Wichtigkeit, beim Erstellen der Textanzeigen immer die Suchanfrage des Nutzers im Blick zu behalten. Zudem sollten Sie immer eine relevante Landing Page basierend auf der Suchanfrage definieren. Falls die Landing Page die Erwartung des Nutzers nicht erfüllt, wird die Absprungsrate sehr hoch sein und die Nutzer werden nur wenige Conversions generieren. Dadurch verschenken Sie bares Geld, weil Sie zwar für jeden Klick durch Google AdWords bezahlen, aber diesen Traffic nicht monetarisieren können.

Seit dem 31. Januar 2017 können Sie nur noch erweiterte Textanzeigen erstellen und bearbeiten. Das Layout der Anzeigen wurde damals angepasst, und ist noch besser auf Mobilgeräte abgestimmt. Noch während man eine erweiterte Textanzeige erstellt, wird eine Vorschau für Desktop- und für mobile Formate angezeigt. So können Sie sich bereits bei der Erstellung der Adwords Anzeigen einen Überblick verschaffen wie die Anzeigen auf unterschiedlichen Geräten bei der Auslieferung angezeigt wird.

7.1. Elemente einer AdWords Textanzeige

Das neue erweitere Textanzeigen-Format von Google AdWords besitzt einen festen Aufbau.

  1. Zwei Anzeigentitel: Sie müssen für jede Adwords Anzeige zwei Anzeigentitel hiterlegen mit einer maximalen Zeichenlänge von 30 Zeichen pro Anzeigentitel. Die Anzeigentitel erscheinen nebeneinander und werden automatisch von Goole Adwords durch einen Bindestrich voneinander abgetrennt. Je nach Größe des Bildschirms, wird der zweite Anzeigentitel möglicherweise auch umgebrochen und erscheint in einer eigenen Zeile.
  2. Eine Textzeile bzw. Beschreibung: Um die Adwords Anzeige näher zu beschreiben gibt es ein Textfeld mit insgesamt bis zu 80 Zeichen. Dort können weitere Informationen zu Ihren Produkten oder zu Ihrer Dienstleistung hinterlegt werden. Die Beschreibung wird in den Suchergebnissen immer unter den beiden Anzeigentiteln dargestellt.
  3. Finale URL: Mit Hilfe der finalen URL definieren Sie, auf welche Landing Page die Besucher nach einem Klick auf die Anzeige geschickt werden. Als angezeigte URL wird automatisch Ihre Domain verwendet.
  4. Optionale Pfadfelder: Die angezeigte URL lässt sich mit zwei optionalen Pfadfeldern ergänzen. Diese Felder werden nach der Websitedomain bei der angezeigten URL ergänzt. Der Werbetreibende sollte hierbei Keywords ergänzen, die dem Nutzern besser vermitteln, wohin der Link führt. Die Keywords sollten zu den Inhalten der Landing Page passen und möglichst relevant sein.

Google AdWords Textanzeige  Google Adwords

7.2. Wie man erfolgreiche Textanzeigen bei Google Adwords erstellt?

AdWords Textanzeigen sollten vor allem präzise, relevant, ansprechend und effektiv sein. Wie bereits erwähnt ist es wichtig, die Suchanfrage des Nutzer mit der Textanzeige aufzugreifen und gleichzeitig einen Bezug zur Landing Page herzustellen. Wer gute AdWords Anzeigen erstellen will, sollte daher folgende Tipps beachten:

  • Die Suchanfrage sollte möglichst genau im Anzeigentext auftauchen. Auf Basis der Keywords, die Sie in der Anzeigengruppe angelegt haben, können Sie eine sehr exakte Einschätzung über die Suchanfrage des Nutzers machen. Sie sollten daher Keywords, die Sie in der Anzeigengruppe hinterlegt haben auch im Anzeigentext verwenden. Deshalb ist es auch empfehlenswert, möglichst wenige Keywords pro Anzeigengruppe zu verwenden. Nur so können Sie AdWords Anzeigen perfekt auf die Keywords abgestimmt werden. Die relevanten Keywords können innerhalb der Textanzeige an unterschiedlichen Stellen platziert werden. Beispielsweise in einem Anzeigentitel, in der Textzeile oder in den Pfadfeldern der Domain.
  • Kunden zum Handeln auffordern: Sie wollen, dass Nutzer eine bestimmte Handlung auf Ihrer Landing Page ausführen. Daher sollten Sie bereits im Anzeigentext den Nutzer zu einer konkreten Handlung auffordern und ihn darauf Hinweisen, was er auf der Zielseite machen kann. Wenn es sich um einen Online-Shop handelt, empfiehlt sich eine Handlungsaufforderung wie „Jetzt online kaufen“ oder „Jetzt Angebot anfordern“.
  • Alleinstellungsmerkmale oder Marketingaktionen sollte man deutlich in der Adwords Anzeige herausstellen. Jedes Unternehmen besitzt Alleinstellungsmerkmale und betont diese bei der Kommunikation mit seinen Kunden. AdWords Anzeigen ermöglichen die unmittelbare Kommunikation dieser Alleinstellungsmerkmale. Beispielsweise eignet sich der zweite Anzeigentitel und der Anzeigentext hervorragend dafür, um derartige Merkmale in den Adwords Anzeigen zu platzieren. Neben Alleinstellungsmerkmalen können natürlich auch bestimmte Marketingaktionen erwähnt werden, um einen Mehrwert für den Nutzer aufzuzeigen. Hierbei ist zu denken an Merkmale wie: Kostenloser Versand, schnelle Lieferzeiten oder 20% Rabatt.
  • AdWords Anzeigen sollten immer mit Blick auf die Zielseite geschrieben werden. Es ist keinesfalls zu empfehlen, den Nutzer in der Adwords Anzeige „falsche“ Versprechen zu machen, die auf der Landing Page nicht eingehalten werden können. Einerseits würde dies zu einer sinkenden Conversion Rate führen, andererseits kann es zu einem schlechteren Qualitätsfaktor führen und damit zu höheren Kosten.
  • Behalten Sie die Kennzahlen im Blick: Die Klickrate einer Adwords Anzeige macht es möglich, eine Anzeige zu bewerten. Anzeigen mit einer geringen Klickrate sind vermutlich inhaltlich nicht wertvoll für den Nutzer und sollten optimiert werden.

7.3. AdWords Anzeigen langfristig optimieren

Das Anlegen von Adwords Anzeigen ist nicht als einmaliger Akt zu verstehen, sondern vielmehr als laufender Prozess. AdWords Anzeigen sollten regelmäßig überprüft und ggf. optimiert werden. Möglicherweise gibt es neue Marketingaktionen, die man gezielt in der AdWords Anzeige erwähnen sollte. Außerdem sollten die Anzeigen regelmäßig auf Basis ihrer Klickrate und ihrer Conversion-Rate überprüft werden.

Erfahrungsgemäß ist es sehr sinnvoll, mindestens zwei Textanzeigen pro Anzeigengruppe zu erstellen. So wird sichergestellt, dass zwei Anzeigen in Konkurrenz zueinander stehen und man die Performance der beiden Adwords Anzeigen miteinander vergleichen kann. Eine Anzeige die eine höhere CTR besitzt, spricht Nutzer vermutlich eher an und führt zu mehr Klicks. Eine Anzeige, die eine höhere Conversion Rate besitzt, scheint die Erwartungshaltung der Nutzer besser zu erfüllen. Welche Kennzahl als maßgeblich herangezogen wird, sollte der Werbetreibende selbst entscheiden. Idealerweise findet sich ein gute Anzeige, um beide Ziele zu vereinbaren.

Wenn Sie regelmäßig zwei Anzeigen gegeneinander laufen lassen, können Sie einen A/B-Test durchführen. Dabei wird eine Anzeige leicht modifiziert und sobald ausreichend Daten vorhanden sind, können Sie auf Basis der CTR und der Conversion Rate einen „Sieger“ definieren. Diese Prozess lässt sich beliebig oft wiederholen, so dass Sie ständig die Anzeigenauslieferung optimieren.

Wichtig ist, dass immer eine ausreichend hohe Datenbasis vorhanden sein, um die Anzeigen zu bewerten. Die Anzahl der Impressions ist hierbei massgeblich. Nur AdWords Anzeigen mit einer hohen Anzahl an Impressiones ermöglichen valide Rückschlüsse über die Performance.

8. Google AdWords Displaynetzwerk


Über das Google Display-Netzwerk kann man AdWords-Anzeigen auf einer Vielzahl an Websites,  Blogs oder auf anderen Nischenwebsites im Internet platzieren. Alle Webseiten, die Google Adsense implementiert haben, sind Teil des Displaynetzwerks. Anders als in der Google-Suche werden im Displaynetzwerks nicht nur Textanzeigen, sondern auch Image-Anzeigen oder Videos ausgespielt. Mithilfe des Google Display-Netzwerks können Sie primär die Bekanntheit des eigenen Unternehmens erhöhen. Es ist demnach ein gutes Werbeinstrument, um die Reichweite zu erhöhen und potentielle Interessenten und Kunden anzusprechen. Die Conversion Rate ist im Regelfall deutlich geringer als bei Adwords-Anzeigen innerhalb der Google-Suche. Demnach lohnt sich der Einsatz des Displaynetzwerks über Google AdWords meist für größere Unternehmen, die über ausreichend Marketingbudget verfügen, um gezieltes Branding zu betreiben. Laut eigenen Angaben kann man über das Displaynetzwerk 92 % aller Internetnutzer erreichen.

Google AdWords ermöglicht das Anlegen von vielen Targeting-Optionen, so dass das Ausspielen auf verschiedenen Websites optimiert werden kann. Auf Basis der eigenen Zielsetzungen kann das Targeting folgende Dimensionen umfassen:

  • Kontext-Targeting: Bei dieser Targeting-Form definiert der Werbtreibende Keywords, die zur eigenen Dienstlesitung passen. Google sucht dann passende Webseiten im Displaynetzwerk, die kontextuell zu dem Keyword passen. Die Google-Technologie kann den Web-Content überprüfen und analysieren und bestimmt dadurch relevante Webseiten. Berücksichtigt werden dabei Faktoren wie Keywords, die Häufigkeit bestimmter Wörter, die Sprache und die Seitenstruktur der Webseite.
  • Placement-Targeting: Hierbei kann der Werbetreibende spezifische Webseiten auswählen oder sogar einzelne Werbeblöcke auf diesen Webseiten. Hilfreich bei der Suche nach passenden Websites, die Teil des Displaynetzwerks von Google AdWords sind, ist der sog. Display Planner. Hier kann man gezielt nach einzelnen Webseiten suchen und erhält zusätzlich einen guten Überblick über die zu erwartende Reichweite in Form von Impressions und Klicks.
  • Interessenskategorien: Die Nutzer werden von Google basierend auf ihrem Interesse in verschiedene Kategorien eingeteilt. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Kategorien, wie Autos, Sport, Reisen oder Mode. Die AdWords Anzeigen werden dann für Nutzer geschaltet, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit für das Thema interessieren.
  • Kaufbereite Zielgruppen: Diese Zielgruppen sind vor allem für Werbetreibende gedacht, die Conversions erzielen wollen und beim Targeting Nutzer mit einer sehr hohen Kaufwahrscheinlichkeit suchen. Durch kaufbereite Zielgruppen lassen sich Nutzer finden, die sich für bestimmte Produkte interessieren und den Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung in Erwägung ziehen.
  • Themebezogenes Targeting: Anders als bei den Interessenkategorien, stehen beim themenbezogenem Targeting die ausgwählten Webseiten im Mittelpunkt. Google AdWords kann Webseiten ebenfalls bestimmten Themen zuordnen. Sie können über das Displaynetzwerk verschiedene Themen definieren, die sich mit dem Inhalt Ihrer eigenen Seite überschneiden.
  • Remarketing: Beim Remarketing definieren Sie selbst Listen von Nutzern, die bereits Ihre Webseite besucht haben. Im Displaynetzwerk können diese Nutzer dann erneut mit relevanten AdWords Anzeigen angesprochen werden. Es gibt auch die Möglichkeit Remarketing-Listen bei Google AdWords für Suchseiten zu verwenden.
  • Demografische Ausrichtung: Falls Ihre Zielgruppe sich auch gut anhand des Alters oder des Geschlechts einteilen lässt, sollten Sie ergänzend dieses Targeting auswählen. So können Sie die AdWords Kampagnen im Displaynetzwerk noch genauer auf Ihre Zielgruppe ausrichten.

Im Rahmen von Google AdWords im Displaynetzwerk ist es möglich, die verschiedenen Targeting-Optionen auch miteinander zu kombinieren. So können Sie ein sehr spezifisches Targeting definieren. Natürlich wird durch ein sehr spezifisches Targeting Ihre Zielgruppe auch weiter eingeschränkt, so dass die Reichweite Ihrer Adwords Kampagnen sinkt, jedoch die Relevant größer ist.

9. Google AdWords Remarketing

9.1. Was ist Remarketing


Mit Remarketing durch Google Adwords kann man Anzeigen für Nutzer schalten, die eine Website bereits besucht haben oder die mobile App schon einmal genutzt haben. Wenn die Nutzer eine Webseite wieder verlassen, ohne eine konkrete Handluns auszuführen, kann Remarketing zum Beispiel dazu eingesetzt werden, diese Nutzer zurück zu holen. Dies geschieht durch das Einblenden von Anzeigen auf anderen Webseiten im Displaynetzwerk von Google, wodurch die ehemals besuchte Seite wieder ins Gedächtnis gerufen wird. Mit Hilfe von verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten und durch ein spezifisches Targeting, das auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet ist, lassen sich über Google AdWords Remarketing neue Kunden und Interessenten gewinnen. Remarketing kann gerade bei Online-Shops sehr effizient eingesetzt werden, um Beispielsweise „Warenkorbabbrecher“ wieder zurück zu holen auf die eigene Seite. Das Remarketing von Google AdWords lässt sich weiter spezifizieren und umfasst folgende Werbemöglichkeiten:

  • Standard-Remarketing: Im Displaynetzwerk für Webseiten oder im Displaynetzwerk für Apps werden Anzeigen für frühere Besucher der Webseite geschalten. Mit Google AdWords kann man diese Nutzer wieder auf die eigene Webseite aufmerksam machen.
  • Dynamisches Remarketing: Bei dieser Anzeigenauslieferung werden Google AdWords Anzeigen um dynamische Elemente ergänzt, so das passende Produkte oder Dienstleistungen angezeigt werden können, die der Nutzer bereits auf der Webseite betrachtet hat.
  • Remarketing für mobile Apps: Sobald ein Nutzer andere Apps nutzt, können passende Google AdWords Anzeigen des Werbetreibenden eingeblendet werden, die wiederum auf die besuchte Seite verweisen.
  • Remarketing-Listen für Suchanzeigen: Hierbei werden innerhalb der Google-Suche nur Anzeigen für ehemalige Besucher geschaltet oder durch Gebotsanpassungen ein spezielles Targeting für ehemalige Website-Besucher vorgegeben, wie beispielweise höhere Klickpreise
  • Video-Remarketing: Schalten Sie hier Adwords-Anzeigen für Nutzer, die mit Ihren Videos oder Ihrem YouTube-Kanal interagiert haben, während sie wieder YouTube verwenden oder Websites besuchen und Apps nutzen.
  • Remarketing per E-Mail-Liste: Duch den Abgleich von e-Mail-Listen kann Google in der Google-Suche, auf YouTube oder in Gmail gezielt Anzeigen ausliefern, wenn es sich um den eigenen Kundenstamm des Werbetreibenden handelt und der Nutzer zudem eingeloggt ist in das Google-System.

Standard-Remarketing, dynamische Remarketing und Remarketing für Suchanzeigen im Rahmen von Google AdWords sind die am weitesten verbreiteten Werbeformen. Remarketing über Apps, Youtube oder E-Mails lohnt sich nur, wenn Sie entsprechende Werbeformate auch wirklich mit einer eigenen App bzw. eigenen Videos bedienen können.

9.2. Remarketing Tag integrieren


Wer Remarketing nutzen will, muss zunächst ein Remarketing-Tag für Google AdWords auf seiner Webseite integrieren. Das Remarketing-Tag ist ein kleines Code-Snippet, das in Google AdWords generiert wird und dann im Quellcode der Webseite integriert werden muss. Falls Sie bereits Google Analytics auf Ihrer Website einsetzen, können Sie dieses Tag verwenden und müssen das AdWords-Remarketing-Tag nicht zusätzlich ergänzen. Wichtig: DasRemarketing-Tag darf nicht mit personenbezogenen Daten oder vertraulichen Informationen verknüpft werden. Wenn Sie eine Remarketing-Kampagne einrichten und das Remarketing-Tag auf Ihrer Website verwenden, müssen die Richtlinie zur interessen- und standortbezogenen Werbung von Google AdWords eingehalten werden.

Weitere Informationen zur technischen Implementierung von Remarketing-Tags für Google AdWords finden Sie in der Google AdWords Hilfe.

9.3. Remarketing Listen erstellen


Nachdem Sie das Remarketing-Tag hinzugefügt haben, können Sie durch verschiedene Regeln eine neue Remarketing-Liste für verschiedene Bereiche der Website erstellen. Durch das Nutzen und Kombinieren von verschiedenen Regeln, können Sie beliebig viele Listen in Google AdWords erstellen und jederzeit neue Listen ergänzen.

Googl Adwords Remarketing Listen Google Adwords

Wenn Sie beispielsweise eine Remarketing-Liste für alle Nutzer definieren möchten, die einen bestimmten Bereich Ihrer Webseite besucht haben, können Sie die Regel „URL enthält KEYWORD“ verwenden. Das Keyword definiert in diesem Fall eine bestimmte URL oder ein Verzeichnis IhrerWebseite.

Das Anlegen einer neuen Remarketing-Liste erfolgt folgendermaßen:

  • Klicken Sie auf Gemeinsam genutzte Bibliothek und dann auf Zielgruppen
  • Falls Sie zuvor schon einmal eine Google AdWords Remarketing-Liste erstellt haben, klicken Sie auf + Remarketing-Liste und wählen Sie in dem folgenden Menü den Eintrag „Websitebesucher“ aus. Wenn Sie bislang noch keine Liste erstellt haben, sind mehrere Remarketing-Optionen verfügbar. Klicken Sie unter „Websitebesucher“ auf „Remarketing einrichten“ und schließen Sie die dadurch die Implementierung der ersten AdWords Remarketing Liste ab
  • Sie können natürlich für jede Remarketing-Liste einen spezifischen Namen vergeben und damit kurz Beschreiben, wie die Zielgruppe innerhalb der Liste definiert wird. Klicken Sie dann auf + Regel, um eine neue Regel für diese Liste zu ergänzen.
  • Es wird nun ein Dialogfeld  angezeigt, in dem Sie alle Bedingungen definieren können. Wählen Sie aus dem  Drop-Down-Menü eine Option aus, wie zum Beispiel „enthält“, „ist gleich“ oder „beginnt mit“. Nun kann der konkrete Wert definiert werden.
  • Gültigkeitsdauer: Durch die Gültigkeitsdauer wird festgelegt, wie lange ein Besucher in der Liste bleiben soll. Sie können die Gültigkeitsdauer auch nachträglich ändern.
  • Wenn Sie auf Ihrer Website bereits ein Remarketing-Tag verwenden, können Sie das Kontrollkästchen „Frühere Besucher aufnehmen, die diesen Regeln entsprechen“. Dadurch wird die Liste sofort mit Nutzern gefüllt, die mit den definierten Regeln übereinstimmen.

9.4. Welche Remarketing-Listen sollten Sie anlegen?


Durch den Einsatz der verschiedenen Regeln und Bedingungen lassen sich sehr viele Remarketing-Listen definieren und jede Zielgruppe kann sehr spezifisch festgelegt werden. Zudem können die Listen durch eine Kombination mit anderen Targeting-Optionen im Displaynetzwerk weiter eingeschränkt werden. Eine Benutzerdefinierte Kombination verknüpft beispielsweis zwei Zielgruppen. Zielgruppen bestehenmöglicherweise aus einer klassischen Remarketing-Liste und einer Interessenskategorie aus dem Adwords-Werbenetzwerk. Zunächst sollten Sie aber einzelne Listen für Remarketing erstellen, Google AdWords Remarketing optimal nutzen zu können

  1. Alle Webseitenbesucher: Google Adwords erstellt automatisch eine Liste für alle Besucher Ihrer Webseite. diese Liste können Sie zum Beispiel sehr gut für Remarketing in der Google-Suche nutzen. Dadurch können ehemalige Besucher der Webseite bei allen bestehenden Kampagnen mit einem höheren CPC-Gebot angesprochen werden.
  2. Besucher bestimmer Verzeichnisse: Falls Ihre Webseite eine spezifische Rubriken-Struktur besitzt, die gleichzeitig das Interesse eines Nutzers widerspiegelt, sollten Sie hierfür zusätzliche Remarketing-Listen erstellen. Diese Besucher können dann im Displaynetzwerk von AdWords gezielt mit passenden Anzeigen angesprochen werden und wieder in die Rubrik gelenkt werden.
  3. Warenkorb-Abbrecher: Hierbei handelt es sich um Nutzer, die bereits einen Warenkorb definiert haben. Aber nicht den gesamten Bestellprozess bis zu Bestätigungsseite durchlaufen haben. Ahand der passenden URLs lässt sich auch hier eine sehr spezifische Zielgruppe definieren, die bzgl. Ihrer Conversion-Rate als effizient einzustufen ist.
  4. „Ähnlich wie…“: Basierend auf dendefinierten Remarketing-Listen erstellt Google AdWords auch automatisch eigene Listen, die den anderen Listen ähnlich sind. Dabei werden demographische Kriterien und Interessen der Nutzer berücksichtig.

Vor allem die Zielgruppe der Warenkorb-Abbrecher ist als Zielgruppe für Google AdWords sehr interessant. Diese Nutzer standen bereits kurz vor dem „Kauf“ und sind demnach eine sehr relevante Zielgruppe, wenn es darum geht Conversions zu generieren. Auch interessant, sind Webseitenbesucher, die bestimmte „Aktions-URLs“ besucht haben. Zum Beispiel, wenn Sie eine bestimmte Marketingaktion (Rabatte, Bonus, kostenloser Versand, etc) durchgeführt haben und diese Nutzer nun abermals als Ihre Aktion erinnern wollen.

Zweifelsfrei ist der Einsatz von Remarketing über Google AdWords sehr sinnvoll, da es sich um Nutzer handelt, die Ihre Webseite oder App bereits kennen. Die Adwords-Kampagnen in der Google Suche können mit Remarketing sehr gut ergänzt werden. Zudem ist Remarketing effizienter als Werbung über Display-Kampagnen. Dieses Marketinginstrument ist weniger auf Branding, sondern stärker auf die Generierung von Conversions ausgerichtet.

AdWords Werbeformate

Neben den klassischen Textanzeigen, die in den Suchergebnissen angezeigt werden, gibt es mittlerweile viele weite Werbeformate die Google AdWords zur Verfügung stellt. Je nach interner Zielsetzung und Budget sollte sich der Werbende auf die wichtigsten Formate konzentrieren, die nachfolgend kurz vorgestellt werden:

Textanzeigen:

Textanzeigen sind die klassische Werbeform von Google AdWords. Sie bestehen aus einem Titel, einem Anzeigentext, der sich über zwei Textzeilen erstreckt und einem klickbaren Link. Die Anzahl der Zeichen, die verwendet werden dürfen, ist begrenzt. Für den Titel stehen 25 Zeichen, für den Anzeigentext jeweils 35 Zeichen pro Zeile zur Verfügung. Auch der angzeigte Link darf 35 Zeichen haben. Für die Erstellung der Anzeigen gibt es Richtlinien, die erfüllt werden müssen. Beispielweise ist nur eine begrenzte Anzahl an Satzzeichen einsetzbar. Textanzeigen, die nicht den Richtlinien entsprechen werden von Google abgelehnt und lösen keine Anzeigenschaltung aus. Textanzeigen erscheinen über- oder unterhalb der organischen Suchtreffer bei Google sowie in der der Google Bildersuche angezeigt.

Product Listing Ads:

Bei dieser Werbeform handelt es sich um Produktanzeigen, wobei ein Produktbild, der Produkttitel, der Preis des Produkts direkt in den Suchergebnissen angezeigt werden. Diese Werbrform ist gerade für Webshops sehr attraktiv und äußerst effizient. Die Buchung er Produktanzeigen erfolgt durch eine Verknüpfung des Google AdWords Kontos mit dem Google Merchant Center, wo ein Datenfeed für Produkte angelegt werden muss. Damit ein Produkt als PLA auftauchen kann, muss das Gebot entsprechend hoch und eine gewisse Relevanz zur Suchanfrage gegeben sein. Gleichzeitig muss das Produkt natürlich über den Datenfeed eingespielt werden.

Werbebanner:

Diese Bildanzeigen können im Google-Werbenetzwerk geschaltet werden und erscheinen auf Partner-Websites, die für Google AdSense angemeldet sind. Erlaubte Dateiformate sind GIF- oder Flash-Dateien. Die Banner können entweder mit eigenen Tools oder mit Hilfe des AdWords-Tools erstellt werden. Von google werden alle gängigen Bannergrößen untersützt, jedoch ist es immer abhängig von dem Werbplatz auf der jeweiligen Webseite, welche Banner augespielt werden können.

Video-Anzeigen:

Youtube ist Teil des Google Werbenetzwerks, so dass auch dieses Kanal für Werbezwecke genutzt werden kann. Werbetreibende können mit eigenen Videoclips oder YouTube-Filmen auf YouTube bzw. in einzelnen Clips oder Kanälen werben.

Dynamic Search Ads

Diese Suchanzeigen werden nicht im Vorfeld festgelegt und geschrieben, sondern vom AdWords-System dynamisch erstellt. Die Anzeigen basieren auf den Inhalten der Webseiten des Advertisers.