Thin content und SEO

Als thin Content (auf deutsch „dünne Inhalte“) bezeichnet Google schlechte Inhalte von Webseiten, die den Anforderungen der Webmaster Guidelines nicht entsprechen. Diese Inhalte liefern aus Sicht von Google keinen Mehrwert für den Nutzer und sind als unrelevant einzustufen. Google hat den Anspruch, die Suchergebnisse so hochwertig wie möglich zu besetzen. In der Vergangenheit wurden einige Updates des  Google-Algorithmus veröffentlicht, die primär auf die Qualität von Webseiten-Inhalten abzielen. Websites, die nur dünne Inhalte bereitstellen oder die Nutzererwartung nicht erfüllen, wurden herabgestuft. Thin Content kann verschiedene Ursachen haben. Google nennt folgende Beispiele, wann thin content vorliegen kann:

  • Automatisch generierte Inhalte: Texte, die nicht redaktionell geschrieben werden, sondern auf Basis von Automatismen erstellt werden, sind Google ein Dorn im Auge. Zu dieser Kategorie gehören zum Beispiel Texte, die durch RSS-Feed automatisch in Seiten integriert werden oder Texte, die mit einem Content Spinner geschrieben wurden.
  • Kopierte Inhalte: Content muss aus Sicht von Google unique sein, damit man damit Rankings generieren kann. Falls Texte von anderen Seiten verwendet werden, handelt es sich um Kopien, die nicht nur von Google schlecht bewertet werden, sondern auch dem Urheberrecht entgegenstehen können.
  • Seiten mit wenig Inhalten: Landing Pages, die nur wenige Textinhalte bereitstellen und nur aus wenigen Elementen bestehen, werden als dünne Inhalte bezeichnet.
  • Affiliate-Seiten insofern diese nur wenig eigenen Inhalt bereitstellen und das alleinige Ziel verfolgen, den Nutzer möglichst schnell weiter zu reichen.

Die obige Liste beinhaltet natürlich im Wesentlichen nur einige Beispiele. Jeder Webseitenbetreiber sollte die eigene Webseite regelmäßig auf Schwachstellen untersuchen. Es kann sein, dass einige wenige URLs, die als thin content bewertet werden, negative Auswirkungen auf die gesamte Domain haben.

Thin content als soft 404 in der Google Search Console

Google stellt mit der Search Console den Webseitenbetreibern ein hervorragendes Tool zu Verfügung, um die eigene Webseite zu untersuchen und zu optimimieren. Auch „thin content“ lässt sich anhand der Search Console identifizieren. Dieser Content wird in der Search Console als Soft-404 Seiten eingestuft. Bei dem Status Code 404 handelt es Fehlerseiten, die von Google entwertet und gar nicht erst indexiert werden. Den Status Code „Soft-404“ gibt es in Wirklichkeit nicht. Mit dieser Bezeichnung will Google jedoch auf den äußerst geringen Stellenwert dieser Seiten hinweisen.

Für den Nutzer handelt es sich um einen äußerst wertvollen Hinweis. Der Webseitenbetreiber hat dadurch die Möglichkeit, Seiten mit schlechten Inhalten zu identifizieren. Derartige Seiten können dann entweder überarbeitet werden oder von der Indexierung bzw. dem Crawling augeschlossen werden.

Fraglich ist, wie Google mit derartigen Soft-404 Seiten umgeht. Es ist aber anzunehmen, dass diese einzelnen Seiten keinerlei Rankings generieren können aufgrund der geringen Qualität. Inwieweit eine hohe Anzahl an Soft-404 Seiten auf die gesamt Domain abfärbt, ist nicht bekannt. Es kann auch ein Indikator für eine qualitativ minderwertige Seite sein und letzten Endes zu schlechten Rankings der gesamten Website führen.

Wie man mit thin content umgehen sollte?

Zunächst ist zu beachten, dass Google zwar „thin content“ in der Search Console ausweist. Es kann aber unabhängig davon vorkommen, dass weitere Inhalte auf der Webseite als minderwertig anzusehen sind. Jeder Webseitenbetreiber ist demnach dazu angehalten, die eigene Webseite regelmäßig auf mögliche Schwächen zu untersuchen. Falls Sie schlechte Inhalte auf Ihrer Seite identifiziert haben, können Sie das Problem folgendermaßen lösen:

  1. Die Seiten überarbeiten und hochwertige Inhalte in Form von Texten, Bildern und Videos ergänzen
  2. Die Seite mittels „noindex“ entwerten und Google signalisieren, dass man derartige Seiten nicht mehr indexieren will
  3. Die Seite vom Crawling ausschließen und Google nicht mehr ermöglichen per Google-Bot auf die Seite zu zugreifen.

Paginierung und SEO

Eine Paginierung bezeichnet eine fortlaufende Nummerierung bei Webseiten, wobei sich die Inhalte auf unterschiedliche URLs verteilen. Bei großen Shops mit vielen Produkten lassen sich die Produkte nur schwerlich auf einer einzelnen Landing Pages darstellen. Daher werden mehrere Seiten implementiert, die ein Blättern und Navigieren des Nutzers ermöglichen. Aus SEO-Sicht gibt es unterschiedliche Meinungen, wie mit der Paginierung umzugehen ist. Hierbei steht vor allem die Frage im Raum, ob und wie man paginierte Seiten indexieren lassen sollte. Zudem können paginierte Seiten für die interne Verlinkung wichtig sein. Weiterlesen

Canonical Tag und SEO

Das Canonical Tag ist eine Angabe, die im HTML-Quellcode von Webseiten hinterlegt wird. Das Canonical Tag verweist dabei auf eine URL, die als „kanonische URL“ definiert wird. Dadurch wird Google signalisiert, welche URL relevant ist und welche URLs, nur duplicate content enthält. Es ist somit ein wichtiges Hilfsmittel, um duplicate content zu vermeiden und die Seite aus SEO-Sicht zu optimieren. Wenn das canonical tag richtig eingesetzt wird, führt es dazu, dass nur die kanonische URL indexiert wird. Andere URLs, die duplicate content haben werden von Google bei der Indexierung nicht berücksichtigt.

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Relaunch SEO Checkliste

Das Internet und die Erwartungen der Nutzer entwickeln sich ständig weiter. Demnach ist es durchaus sinnvoll, die eigene Webseite regelmäßig zu modifizieren oder ggf. vollständig zu erneuern. Im letzten Fall spricht man von einem Website-Relaunch. Bei einem Relaunch wird das Layout der Webseite und ggf. das CMS, das im Hintergrund fungiert, vollständig ersetzt. Aus SEO-Sicht ist ein Relaunch daher ein sehr empfindliches Projekt. Die bestehende Webseitenstruktur, Inhalte oder interne Verlinkungen können sich ändern. Es ist demnach zu erwarten, dass auch Google auf diese Veränderungen reagiert und beim Crawling einzelne Rankings neu bewertet. Weiterlesen

Abruf wie durch Google

Im Rahmen der Google Search Console gibt es einige Funktionen, die für Webseitenbetreiber von großem Nutzen sind. Mit der Funktion „Abruf wie durch Google“ kann man überprüfen, wie Google eine URL auf der eigenen Website crawlt oder rendert. Es wird ein Crawling-Vorgang simuliert durch den normalen Crawling- und Rendering-Prozess von Google. Dadurch können Fehler beim Crawling identifiziert werden. Beispielweise wenn Bilder oder Skripte für den Google bot blockiert werden. Weiterlesen

Google AdWords Kosten senken & optimieren

Sie haben ein eigenes Google AdWords Konto, ärgern sich aber über die hohen Kosten? Sie wollen Klicks günstig einkaufen und langfristig Marketingbudget sparen? Sie haben ein limitiertes AdWords-Budget und wollen es möglichst effektiv nutzen? Nachfolgend erläutere ich mehrere Ansätze, wie Sie die Kosten in Ihrem AdWords-Konto in den Griff bekommen und langfristig optimieren können. Weiterlesen

Account Health Score bei Google Adwords

Google AdWords rollt erneut einen Beta-Test aus. Innerhalb der Werbechancen wird ein neuer Wert eingeführt: Account Health Score. Dieser „Score“ soll einen Hinweis darauf geben, wie gut die Performance des gesamten Kontos ist. Der Account Health Score wird in Prozent angegeben. Darauf aufbauend lassen sich Optimierungspotentiale innerhalb des Kontos ermitteln. Weiterlesen

Google verzichtet zukünftig auf Darstellung des Qualitätsfaktors bei einigen Keywords

Google überrascht uns mal wieder mit einer kleinen Adwords-Neuerung. Wie das Unternehmen in einem Beitrag auf Google+ mitteilt, wird ab dem 12. September bei einigen Keywords der Qualitätsfaktor nicht mehr angezeigt. Dies betrifft jedoch nur Keywords, die nicht genügend Klicks oder Impressionen besitzen. Auch bei Keywords, die neu angelegt werden, verzichtet Google zukünftig auf die Darstellung des Qualitätsfaktors im Adwords Konto. Weiterlesen

AdWords-Anzeigen in lokalen organischen Ergebnissen

Google scheint in den USA wieder einen neuen Test mit AdWords Anzeigen zu fahren. Dabei wird innerhalb der lokalen organischen Ergebnisse auch eine AdWords-Anzeige eingeblendet. Das Fundstück kommt von SEM-Post. Bei einer lokalen Suchanfrage werden bekanntlich Ergebnisse mit weiterführenden Informationen angezeigt, wie Öffnungszeiten und Bewertungen. Als erstes Ergebnis innerhalb dieses 3er-Blocks erscheint nun aber eine zusätzliche AdWords-Anzeige. Der Fall lässt sich nicht reproduzieren, so dass man davon ausgehen kann, es handelt sich um einen Test, der auschließlich Standorte in den USA betrifft. Weiterlesen

Youtube TrueView Discovery Ads

Google hat ein neues Anzeigenformat für die TrueView-Werbeplattform auf Youtube veröffentlicht. Die bisherigen Youtube TrueView Anzeigen werden ergänzt um Youtube TrueView discovery ads. Streng genommen, lösen die Youtube TrueView discovery ads jedoch nur die In-Display-Videoanzeigen ab, so dass es sich primär um eine neue Namensgebung handelt. Das neue Format ist nun aber auch in den Suchergebnissen der Apps verfübar, was eine Neuerung zum vorhergehenden Format darstellt. Wie das Werbeformat funktioniert, wird in dem folgenden Video anschaulich erklärt. Weiterlesen